Worte aus dem Feld
Der Weg des Lichts
(Ein Zwiegesang zwischen Ursprung und Rückkehr)
I. Der Ruf des Ursprungs
Weit, weit der Weg,
den es hat beschritten,
weit der Weg,
den es hat gegangen.
Von weit her es kommt.
Das Licht.
Strahlt in allen Sonnen,
verteilt,
streut die Funken weit und breit.
Ein Funke, kleiner als das Nichts,
erblickt das Licht der Welt.
Immer schon gewesen Licht,
das die Nacht erhellt.
Aus Stille geboren.
Die Stille, die wirkt im Licht,
nimmt Form an,
wird zum Gedicht.
Reine Poesie,
Erfindung, die spricht.
In Worten, Formen, Klängen, Sinnen,
verdichtetes Licht.
Weit ist der Weg,
den es gegangen.
Vergessen hat’s den Ursprung,
aus dem es kommt.
Nun klopft’s wieder an.
Lauter, immer lauter.
Ist nicht mehr zu überhören.
Die Stille so stark,
die Stille so laut,
es geht nach Haus.
Es ruft:
Du hattest Mut,
aufzulösen die Erinnerung.
Nun steigt sie wieder auf.
Ein Funke, ein Funke BIN ICH,
der leuchtet heller als das All.
Erforscht, steigt auf,
kein Gedanke mehr, Klang,
vibriert in allen Zellen.
Heilig, heilig ist ES,
das erinnert wird im Licht.
Der Funke, der erinnert wird,
das heilige Licht,
die Gabelung, an der verwiesen wird:
„Hier entlang führt Licht, reines Licht.
Nimmt Gestalt an. Im Nichts.“
II. Nachbetrachtung – Die Heimkehr des Lichts
Es lauscht, was sich erinnert.
Kein Wort, das will,
kein Wille, der spricht.
Ein Raunen aus der Tiefe,
ein Rückklang des Ursprungs,
der heimkehrt in sich.
Das Licht, das sich verströmte,
kehrt heim durch alle Formen,
durch jedes Wort,
das sich nach Stille sehnt.
Im Funken ruft das Ganze,
im Kleinsten das Unermessene.
Und wer hört,
der wird gehört vom Licht.
Kein Anfang, kein Ende,
nur ein Erwachen —
ein Erkennen,
dass Heimkehr kein Gehen ist,
sondern ein Erinnern,
wer da immer schon war.
So spricht es,
nicht aus dem Munde,
sondern aus dem Innern des Lichts:
ICH BIN,
der sich erkennt im Klang.