🪨 Stand – Wenn du getragen bist
Stand ist kein Stillstehen.
Er ist Halt.
Der Moment,
in dem du weißt,
wo du stehst –
ohne dich festzuhalten.
Stand entsteht nicht durch Abgrenzung,
sondern durch Verankerung.
Du musst dich nicht behaupten,
wenn du getragen bist.
Dann reicht es,
da zu sein.
Viele verlieren ihren Stand,
weil sie sich ständig ausrichten
nach außen.
Nach Erwartungen,
nach Meinungen,
nach Druck.
Stand kehrt zurück,
wenn du dich innerlich
wieder auf den Boden stellst.
Im Körper zeigt sich Stand
als Schwere nach unten
und Ruhe nach oben.
Die Füße sind präsent.
Die Beine tragend.
Der Oberkörper aufgerichtet,
ohne Spannung.
Stand fühlt sich sicher an,
nicht hart.
Stand ist beweglich.
Er erlaubt Schritt und Wechsel,
ohne den Halt zu verlieren.
Wer guten Stand hat,
kann nachgeben,
ohne umzufallen.
Stand macht flexibel,
weil er trägt.
Im Alltag zeigt sich Stand
darin,
dass du nicht sofort reagierst.
Dass du Entscheidungen
nicht aus Unsicherheit triffst.
Dass du bleiben kannst,
auch wenn etwas wackelt.
Stand schenkt Gelassenheit,
weil er innere Sicherheit erzeugt.
Stand ist kein Zustand für immer.
Er wird immer wieder neu gefunden.
Doch je öfter du ihn spürst,
desto leichter kehrt er zurück.
Praxis:
Stelle dich aufrecht hin.
Spüre die Füße am Boden.
Verlagere das Gewicht leicht nach unten.
Atme ruhig.
Sag innerlich:
„Ich werde getragen.“
Bleibe einen Moment.
Das ist Stand.
Randnotiz:
Stand ist Sicherheit,
die nicht verteidigt werden muss.