💧 Epilog · Der Fluss, der in sich selbst zurückkehrt

Er hat Quellen gesehen und Wasserfälle,
Tränen, Regen, Nebel, Meer.
Er hat geflossen, getobt, geglänzt,
getragen, gereinigt, geheilt.

Nun kehrt er heim.

Der Fluss fließt nicht mehr,
um irgendwohin zu gelangen.
Er fließt, um zu sein.
Und während er in das Meer mündet,
spürt er, dass er nie getrennt war.

„Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit,
auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt.“
(Prediger 3,11)

Er erkennt:
Jede Kurve war Erinnerung,
jeder Stein ein Lehrer,
jede Tiefe ein Tor.
Jetzt ruht er,
nicht im Stillstand,
sondern im Kreis.

Der Fluss kehrt nicht zurück an den Anfang,
er kehrt zurück ins Bewusstsein des Anfangs.
Er ist Quelle geworden,
indem er sich verströmt hat.

So endet das Lied des Wassers –
nicht mit einem Tropfen,
sondern mit einem Atemzug.
Leise, klar, grenzenlos.

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