Verzerrung:
Avaritia -
Gier, Habgier, Geiz
Versorgung, Sicherheit, Kontrolle, Stabilität
Festhalten, Mangeldenken, Absicherung, Verlustangst
Avaritia beschreibt die Bewegung,
in der das Vertrauen in den natürlichen Fluss verloren geht.
Die Wahrnehmung richtet sich nicht mehr auf Zirkulation und Bewegung aus,
sondern auf Sicherung, Kontrolle und das Bedürfnis festzuhalten.
Was ursprünglich Halt war,
beginnt sich zu verdichten.
Und was Versorgung war,
verliert die Verbindung zum natürlichen Fluss.
1️⃣ 🌌 Wesen der Verzerrung
Gier entsteht dort, wo das Vertrauen in den natürlichen Fluss verloren geht.
Die eigene Versorgung wird nicht mehr aus innerer Stabilität erlebt, sondern beginnt, über äußere Sicherung hergestellt zu werden.
Das Feld richtet sich nicht mehr auf Bewegung und Zirkulation aus, sondern auf Festhalten, Ansammeln und Kontrolle.
Dabei geht es nicht um echte Sicherheit, sondern um eine Verschiebung der Wahrnehmung.
Was ursprünglich Halt war, wird zu Festhalten.
Was Vertrauen war, wird zu Kontrolle.
Und was Fluss war, beginnt sich in Stau auszudrücken.
Diese Verzerrung zeigt sich oft nicht laut, sondern beständig.
Im Bedürfnis, Dinge zu behalten.
Im inneren Gefühl, nicht genug zu haben.
Oder in der Sorge, dass das Vorhandene nicht ausreichen könnte.
Gleichzeitig liegt darunter häufig eine tiefe Unsicherheit.
Denn wo Vertrauen fehlt, entsteht das Bedürfnis nach Absicherung.
Das Feld versucht Stabilität zu erzeugen – durch Festhalten, Sammeln oder Kontrolle.
Avaritia berührt damit zentrale Themen wie Versorgung, Vertrauen und innere Stabilität.
Sie zeigt, wie leicht sich eine ursprüngliche Kraft verschieben kann –
und wie sie danach strebt, wieder in einen natürlichen Fluss zurückzufinden.
2️⃣ ⚖️ Pluspol & Minuspol
Im Feld der Verzerrung Avaritia zeigt sich eine Bewegung zwischen zwei Polen, die beide aus dem verlorenen Vertrauen in den natürlichen Fluss entstehen.
Pluspol: Übersteuerung – Festhalten
Hier richtet sich das System auf Sicherung und Kontrolle aus.
Es entsteht das Bedürfnis, Ressourcen, Möglichkeiten oder Zustände festzuhalten und zu bewahren.
Das Feld sucht Stabilität, indem es sammelt, sich absichert oder ständig versucht, genug zu haben.
Die Wahrnehmung löst sich dabei vom natürlichen Fluss.
Versorgung wird nicht mehr erlebt, sondern organisiert.
Minuspol: Untersteuerung – Mangelgefühl
Am entgegengesetzten Pol zeigt sich die gleiche Bewegung in anderer Form.
Nicht das Festhalten steht im Vordergrund, sondern das Gefühl, zu wenig zu haben oder nicht ausreichend versorgt zu sein.
Unsicherheit, Zweifel oder ein ständiges inneres Defizit treten in den Vordergrund.
Auch hier fehlt das Vertrauen in die eigene Stabilität.
Der Mensch erlebt sich nicht als getragen, sondern als abhängig von äußeren Umständen.
Beide Pole gehören zur gleichen Bewegung.
Sie sind keine Gegensätze, sondern zwei Ausdrucksformen derselben Verschiebung.
Die Wahrnehmung ist nicht mehr auf den natürlichen Fluss ausgerichtet,
sondern schwankt zwischen Festhalten und dem Gefühl von Mangel.
3️⃣ ⚡ Supraleitende Mitte
Die Mitte von Avaritia liegt nicht zwischen Festhalten und Mangel,
sondern im Vertrauen in den natürlichen Fluss.
Sie zeigt sich als stille Sicherheit,
die nicht aus Kontrolle entsteht,
sondern aus innerer Stabilität.
In dieser Mitte wird Versorgung nicht hergestellt,
sondern erlebt.
Es entsteht die Gewissheit, dass Bewegung möglich ist –
dass etwas gehen darf, ohne dass Mangel entsteht.
Die Wahrnehmung richtet sich wieder auf Zirkulation.
Geben und Nehmen stehen im Gleichgewicht.
Das System muss nicht festhalten,
weil es sich getragen weiß.
Diese Form von Stabilität wirkt ruhig, offen und durchlässig.
Sie braucht keine Absicherung, kein Ansammeln und keine Kontrolle.
Die ursprüngliche Kraft kehrt damit in ihre natürliche Form zurück:
als Vertrauen, das den Fluss erlaubt.
4️⃣🌀 Verzerrung im 03690-Modell
Im 03690-Modell zeigt sich Avaritia als Verschiebung einer ursprünglichen Kraft innerhalb des Zyklus.
3 – Ursprungskraft
Auf dieser Ebene liegt die natürliche Qualität von Versorgung und Fluss.
Geben und Nehmen stehen im Gleichgewicht, und das System erlebt Stabilität aus Bewegung heraus.
Es besteht ein grundlegendes Vertrauen, dass das Notwendige vorhanden ist.
6 – Kippung / Verzerrung
Mit zunehmender Verdichtung geht dieses Vertrauen verloren.
Die Wahrnehmung richtet sich nicht mehr auf den Fluss, sondern auf Sicherung.
Das System beginnt, Stabilität über Festhalten, Kontrolle oder Ansammlung herzustellen.
Gleichzeitig kann sich die gleiche Bewegung als Mangelgefühl zeigen –
das Gefühl, nicht ausreichend versorgt zu sein, selbst wenn im Außen genug vorhanden ist.
9 – mögliche Integration
In der Integration kehrt das Vertrauen in den natürlichen Fluss zurück.
Versorgung wird wieder als Bewegung erlebt, nicht als etwas, das festgehalten werden muss.
Das System wird durchlässiger.
Es kann geben und empfangen, ohne in Kontrolle oder Verlustangst zu kippen.
Avaritia beschreibt damit keine feste Struktur,
sondern eine Bewegung im Zyklus –
von natürlichem Fluss über die Kippung in Kontrolle oder Mangel
bis hin zur Rückführung in Vertrauen und Zirkulation.
5️⃣ 🌓 Resonanzsicht – was das Feld eigentlich will
Avaritia zeigt kein Bedürfnis nach Besitz,
sondern ein Feld, das das Vertrauen in seine eigene Versorgung verloren hat.
Das Festhalten ist kein Ziel,
sondern ein Versuch, Sicherheit zu erzeugen,
wenn innere Stabilität nicht mehr direkt spürbar ist.
Das Feld sucht Halt –
und greift dabei nach dem, was verfügbar ist:
Materie, Kontrolle, Ansammlung oder Absicherung.
Auch das Gefühl von Mangel gehört zu dieser Bewegung.
Es ist kein Gegenpol,
sondern derselbe Versuch,
Versorgung über Wahrnehmung zu regulieren.
In beiden Fällen fehlt das Erleben von Fluss.
Die eigentliche Bewegung hinter Avaritia ist daher nicht „mehr haben“ oder „zu wenig haben“,
sondern wieder getragen sein.
Getragen im eigenen System.
Getragen im Fluss von Geben und Nehmen.
Getragen ohne ständige Kontrolle.
Das, was gesucht wird, ist keine Sicherheit im Außen –
sondern ein inneres Vertrauen.
Und genau dorthin will das Feld zurück.
6️⃣ 🔧 Praxisimpuls
Ziel ist nicht, das Festhalten zu bekämpfen,
sondern das Vertrauen in den eigenen Fluss wieder spürbar zu machen.
1 Minute – Festhalten erkennen
Halte kurz inne.
Spüre, ob du gerade etwas sichern, kontrollieren oder nicht loslassen willst.
Benennen reicht:
„Ich halte gerade fest.“
3 Minuten – Fluss zulassen
Atme ruhig ein und aus.
Mit jeder Ausatmung lass innerlich etwas weicher werden.
Spüre, dass du nicht alles halten musst.
Dass Bewegung möglich ist, ohne dass du etwas verlierst.
Feldsatz
„Ich darf loslassen – und bleibe dennoch versorgt.“
7️⃣ ✨ Essenz
Gier ist kein Bedürfnis nach mehr,
sondern ein verlorenes Vertrauen.
Was festhält,
fürchtet den Verlust.
Was Mangel erlebt,
ebenso.
Die Mitte liegt nicht im Besitz,
sondern im Fluss.
Versorgung entsteht nicht durch Sicherung –
sondern durch Vertrauen.
8️⃣ 🔗 Verbindungen zu weiteren medica-Bereichen
Avaritia zeigt sich nicht nur im Umgang mit Besitz oder Sicherheit,
sondern wirkt oft auf mehreren Ebenen im System gleichzeitig.
Die Verzerrung beeinflusst, wie Versorgung, Stabilität und Fluss erlebt werden –
und steht dabei in Verbindung mit verschiedenen Bereichen des medica-Systems.
Verbindung zu medica-Prozessfeldern
Typische Kombinationen können sein:
Avaritia + Stau
→ Energie, Ressourcen oder Impulse werden zurückgehalten und kommen nicht in Bewegung.
Avaritia + Verdichtung
→ Festhalten führt zu innerer Verhärtung oder starren Strukturen.
Avaritia + Stoffwechselblockade
→ Aufnahme ist vorhanden, Verarbeitung oder Weitergabe jedoch eingeschränkt.
Avaritia + Erschöpfung
→ dauerhaftes Kontrollieren und Halten bindet Energie und schwächt das System.
Avaritia + Unterfunktion
→ reduzierte Bewegung im System, Fluss kommt nur schwer in Gang.
Diese Zusammenhänge zeigen, dass Avaritia nicht nur eine innere Haltung betrifft,
sondern direkt in die Regulation von Fluss und Versorgung eingreift.
Verbindung zu Integrationszentren
Bestimmte Integrationszentren können bei diesem Thema besonders beteiligt sein:
Erdzentrum
→ grundlegendes Sicherheitsgefühl und körperliche Stabilität.
Solarzentrum
→ Kontrolle, Handlung und der Umgang mit Ressourcen.
Erdrstern
→ materielle Ebene, Versorgung und physische Verankerung.
Diese Zentren beeinflussen, wie stabil oder unsicher Versorgung im System erlebt wird.
Verbindung zu Resonanzphasen
Das Thema Avaritia zeigt sich häufig entlang bestimmter Resonanzphasen:
Initiation – Impuls
→ eine Situation löst Unsicherheit in Bezug auf Versorgung oder Stabilität aus.
Aktivierung – Anpassung
→ das System reagiert mit Festhalten, Kontrolle oder Sicherung.
Verdichtung – Manifestation
→ das Muster wird im Alltag sichtbar, z. B. durch Ansammlung, Zurückhalten oder Mangelgefühl.
Diese Phasen zeigen, dass Avaritia eine dynamische Bewegung im Umgang mit Vertrauen und Fluss ist.
Verwandtes seelisches Resonanzfeld
Getragen-Sein – Vertrauen im Feld des Lebens
Avaritia und Getragen-Sein stehen in direkter Verbindung.
Wo Vertrauen fehlt, entsteht das Bedürfnis zu sichern und festzuhalten.
Und wo Getragen-Sein wieder spürbar wird, kann sich die Verzerrung lösen.
Weiterführende Verbindungen
Für ein tieferes Verständnis können folgende medica-Bereiche ergänzend betrachtet werden:
Körperalphabet
Besonders Bauchraum, Verdauung und Stoffwechsel als Räume von Aufnahme, Verarbeitung und Weitergabe.
Pflanzenalphabet
Pflanzen, die mit Erdung, Stabilität und Regulation von Fluss verbunden sind.
Lebensmittelalphabet
Nahrungsmittel, die nähren, stabilisieren und den natürlichen Stoffwechsel unterstützen.
Resonanzpraxis & Alltag
Impulse zur Förderung von Loslassen, Vertrauen und innerer Stabilität.
Querverweise
Stau
Avaritia + Stau
→ Energie, Ressourcen oder Impulse werden zurückgehalten und kommen nicht in Bewegung.
Der Zwerg: Hüter der inneren Schätze
Er lebt dort, wo das Licht sich in Gestein verwandelt,
wo Stille Gewicht bekommt
und der Atem nach Metall riecht.
Der Zwerg ist kein Kind des Lichts,
sondern sein Schmied.
Er formt aus Dunkelheit Glanz,
aus Druck Schönheit,
aus Unsichtbarem Bestand.











