Die vollendete Schöpfung

Die vollendete Schöpfung

Die Schöpfung wartet nicht auf Zeit,
sie war von Anbeginn bereit.

Nicht diese Welt wächst Stück für Stück,
es wächst das Herz zum Ursprung zurück.

Nicht neue Räume treten ein,
nur neue Türen werden sein.

Nicht die Bühne wechselt Licht,
nur unser Blick erkennt die Sicht.

Zeit erschafft kein einzig Ding,
sie führt uns still von Ring zu Ring.

Von Klang zu Form, von Nacht zum Licht,
bis jeder Schleier langsam bricht.

Dann wird, was ewig in uns war,
auf einmal still und sonnenklar.

Wir suchten Welten fern und weit
und fanden nur Vergänglichkeit.

Bis wir erkannten – leis und sacht:
Die Schöpfung war längst vollbracht.

Nicht sie hat sich jemals gedreht,
nur unser Blick hat sie verfehlt.

Nun sehen wir, was immer war –
vollendet, ewig, wunderbar.

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