Auch die längste Nacht endet
Durch dunkel-finst‘ren Wald bin ich gewandert.
Es reihten sich dort Baum an Baum ganz dicht.
Ich dachte lang, ich hätte mich verlaufen.
Ich fühlte keine Wärme, sah kein Licht.
Was blieb mir übrig, als voran zu schreiten,
mich auszuruhen, wenn ich nicht mehr kann?
Ich setzte Schritt vor Schritt auf meinem Wege,
um mich zu lösen aus dem Zauberbann.
Ich wollte wieder lieben, leben, lachen,
mit voller Freude, Zärtlichkeit mich spür‘n.
Ich sehnte mich danach Schönes zu wirken,
vertraute auf das Leben mich zu führ‘n.
Es kam der Tag, wo endlich Hoffnung nahte.
Der Wald, er wurde heller, wurde licht.
Ich fühlte mich so zart, wie neugeboren,
und hatte plötzlich eine neue Sicht.
Das Leben ist so kostbar, jede Stunde.
So will ich voller Frieden, Güte sein.
Die Liebe ist mein Antrieb und mein Wesen.
Die reine Quelle, um uns zu befrei‘n.