Worte von Frija Birkenherz

Poesie

Die Weite will ich erleben, die Höhe, Breite und Tiefe. Will alles ganz auskosten, die Essenz daraus filtern. Mich ganz im Menschsein erfahren, und dabei den ewigen Geist überall hindurch scheinen lassen – auch in die finsteren Ecken.

Indulgence

Hier bin ich mit all meinem Segen und Feuer. Gereift und doch neugierig aufs Unbekannte. Wohin soll ich mich wenden?

Überwindung

Süßer Schlaf, wann mag er kommen?

Ich mich ihm hinzugeben trau’n?

Was hält ab mich von den Wonnen,

die im Traume gilts zu schau’n?

Mittelpunkt

Bei mir will ich sein.

In mir will ich ruh’n.

So finde ich heim.

Es gibt nichts zu tun.

Ich mag mich vollkommen,

grad’ so, wie ich bin.

Angekommen

Ich spüre Traurigkeit in mir.

Und ich spüre die Zeit,

die Ewigkeit maskiert.

An der Oberfläche Ereignisse - 

schmerzhaft und schön.

Gnade

Ich sehe mich

mit meinem Geist,

oder spüre vielmehr

mein ganzes Sein

mit allem Licht und Schatten.

Saman

Es beginnt mit einem tiefen Atemzug. Den niemand hört. In völliger Stille.

Obwohl… Ich höre ihn. Bin ich niemand?

Verzicht & Reunion

Mein Leben lang habe ich mich klein gemacht. Oder sagen wir so. Ich habe es sehr früh gelernt. Gezwungenermaßen. Weil die Reaktionen der wichtigsten Menschen für ein Baby, ein Kind, nunmal der Spiegel sind, der das Selbstbild formt. 

Echte Hingabe

Das Schicksal läßt sich nicht zwingen. Weder kann ich ihm Dinge entlocken oder gar entreißen, die für mich gar nicht vorgesehen sind, oder deren Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. 

Einmal ist erst der Anfang

Vor langer Zeit, als ich jung und unerfahren wahr, strebte ich nach dem einen Moment der Erkenntnis, der Klarheit, der Wahrheit. Wo auf einmal alles Sinn ergeben würde. Ich mir meiner selbst voll bewußt wäre.

Wind im Segel

Lebensfreude, Lebenslust,
Schöpferkraft und Segen,
möchte mich nun ganz bewußt
in der Welt bewegen.

Eine Geschichte

Vor Urzeiten, als die schönsten, kostbarsten und zauberhaftesten Wünsche und Träume als Samen entstanden, formten sich auch die Seelen aus dem namenlosen All-Einen, der göttlichen Quelle, in einem Akt höchster schöpferischer Freude.

Alles fließen lassen

Und wenn du fällst,

dann wirst du weich aufgefangen.

Und wenn dein Mut sinkt,

dann wirst du im Stillen gestärkt.

Ambivalenz

Erkenne beide Seiten jetzt

von Dir, sieh dich ganz klar.

Blicke dem Zweifel ins Gesicht,

der in dir ist und war.

Auch die längste Nacht endet

Durch dunkel-finst‘ren Wald bin ich gewandert.

Es reihten sich dort Baum an Baum ganz dicht.

Ich dachte lang, ich hätte mich verlaufen.

Ich fühlte keine Wärme, sah kein Licht.

Befreiung

So wie das Laub die Erde nun bekleidet,

hüll‘ ich mich in den Segen Gottes ein,

empfange jetzt die Ernte reicher Gaben,

die mir geschenkt sind für mein Menschensein.

Das Leuchten in uns

Das Wunder des Lebens zeigt sich jeden Tag - egal, ob ich es zu sehen vermag. 
Mal bin ich gefangen in meinen Gefühlen, die mich verwirren und tief in mir wühlen.

Der nächste Schritt der Heldenreise

Geh‘ hinein. Gib‘ Deinen Widerstand auf.

Es ist Deine Seele, die dies spricht, und Dich einlädt, Dich an Deinen Mut zu erinnern. Denn nur durch Mut bist Du bis hierher gelangt.

Der Weg aus dem Gefängnis

Die bitteren Enden lehren uns das Akzeptieren dessen, was ist. Ohne Reue zu sein, ohne Groll, ohne Vorwürfe und feindselige Haltung, ohne das Bedürfnis, noch um etwas zu kämpfen. Frieden kehrt ein, denn es ist, wie es ist. Und was war, einfach eine weitere Erfahrung unseres Lebens.

Die große Wende

Blütenträume, zart im Wind -

so fühl’ ich mich bewegt.

Im Außen zieht’s. Mein inn’res Kind

hat sich zur Ruh’ gelegt.

Die neue Bühne

Ich bin ein Stern und eine Sonne,

der Lebensquelle nah, ganz nah.

Ich öffne mich für reine Wonne,

erinn’re was schon immer da.

Ein Lebenswerk

Es ist genug.

Es ward schon lang’ begonnen.

Und vollendet

wird es niemals sein.

Wir reisen

Tag für Tag durchs Leben,

schreiten hinaus

und kehren wieder heim.

Geliebter

Mein Herz träumt einen andern Weg,

als mein Verstand mir weist, um mich zu schützen.

Und während ich voll Abwehr überleg’

füllt unbemerkt die Trauer mir mein Herz.

Heimreise

Eine Pforte kreist,

Worte, sie hallen.

Das Göttliche spricht

und wir lauschen stumm.

Dem Fluß des Lebens

andächtig folgend,

dreht sich das eig’ne Sein

vollkommen um.

Heraus aus dem Schatten

Schau’ genau hin und erkenne:

Ist dein Rückzug Schutz oder Gefängnis?

Der Grat ist schmal, doch der Unterschied bedeutsam.

Während das Eine dich nährt,

behindert dich das Andere.

Jetzt

Ich bin so weit gekommen,

hab’ den Ausgang genommen.

Denn jetzt ist es Zeit

und ich bin bereit

für wirkliches Leben,

mich ins Sein hinein geben

voll Neugier und Mut.

Lichtfunken erstrahlen

Bervor ich hier ankam war ich schon bereit.

Ich hatte es lange vergessen.

Ich war gut gerüstet und aufgestellt,

mich mit dem Leben zu messen.

Mit Kraft voran

Das Himmelreich erschafft sich neu

in jedem Augenblick.

Durch meinen liebevollen Dienst

hol’ ich es mir zurück.


 

Navigation

Ein Zündfunke knallt und es wird hell.

In diesem Moment kann ich alles seh’n.

Begeisterung fließt wie elektrische Ströme

und ich weiß genau: dorthin soll es geh’n.

Offenbarung

Ich bin der frische Wind,

das fließende Wasser.

Ich bin der Vulkan,

der flüssiges Gestein bewegt.

So soll es sein

Ein Kreislauf endet.

Das Lebensschiff wendet,

und wählt einen neuen Kurs.

Wie magnetisch gezogen,

gewiegt von den Wogen,

kehrt Frieden nach langem Kampf ein.

Über Dunkelheit 
und Licht

Die Dunkelheit ist mir vertraut.

Und ich kenne all‘ die traurigen Lieder,

habe sie oft genug gesungen.

Voran

Frontalzusammenstoß mit dem Leben.

Es gibt nur das Jetzt oder Nie.

Nun gilt es, mich mutig zu erheben.

Ich ging schon viel zu oft in die Knie.

Weil alles wertvoll ist

Jeder geht den Weg auf seine Weise.

Der eine taucht gar tief ins dunkle Tal.

Der and‘re sieht auf weiter Lebensreise

fremde Menschen, Orte ohne Zahl.

Wie groß wir wirklich sind

Wir kommen aus dem Einssein,

sind göttergleich gebor‘n,

doch haben im Vergessen

den Lebenskern verlor‘n.

Zauber des Augenblicks

Wer Wind sät,

wird Sturm ernten,

dadurch Mut lernen

und seine eigene Stärke erkennen.

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