Indulgence
Hier bin ich mit all meinem Segen und Feuer. Gereift und doch neugierig aufs Unbekannte. Wohin soll ich mich wenden?
Der erste Eindruck kann täuschen. Zu unangenehm, zu aufregend, zu frustrierend kann mir etwas erscheinen, sich so anfühlen. Doch meine Gefühle sind nicht Ich. Sie sagen nichts über den Wunsch meiner Seele nach einer bestimmten Erfahrung, nach weiterer Entwicklung.
Ich erinnere mich an Wachstumsschmerzen der Kindheit, als mein Körper sich streckte. Nun will mein Herz sich weiten, mein Bewußtsein größer und lichter werden, meine Berufung angenommen sein.
Auf der Welt, doch nicht von der Welt. Also das Gefühl des fremd und außen vor Seins akzeptieren. Die Freude und auch die Mühen des Pfades hinnehmen. Botschaften hinaus tragen, Weisheit schöpfen. Mit dem Wunsch nach Nähe und Gemeinschaft ringen, der im Gegensatz zum tiefen Bedürfnis nach Alleinsein steht. In allem mich intensiv spürend.
Das ist der Weg.
Das ist das Leben.
Meine Seele will es so.
Dem göttlichen Liebeslicht nachstreben, das ewig in allem schwingt. Was kann es Schöneres geben?
Frija Birkenherz, 3.9.2026