Überwindung
Süßer Schlaf, wann mag er kommen?
Ich mich ihm hinzugeben trau’n?
Was hält ab mich von den Wonnen,
die im Traume gilts zu schau’n?
Bin zu ernsthaft ich gewoben,
geneigt, dem Leben zu mißtrau’n?
Zu oft von Menschen weg geschoben?
Halt’ mich wach und selbst im Zaum?
Ach, wie gerne möcht’ ich fließen,
wo ich sich’ren Hafen find’.
Mich ganz seelensatt ergießen,
sanft bewegt vom Liebeswind.
Ja, der erste Schritt ist heilig,
setze ihn ins Nichts, ins All.
Geh’ ihn weder lahm, noch eilig,
daß ich in Gottes Reiche fall’.
Fühle sicher mich geborgen,
viele Nächte dort umhegt.
Erwache freudig stets am Morgen,
weil schlafend Heil sich um mich legt.
Frija Birkenherz, 3.9.2026