Mittelpunkt
Bei mir will ich sein.
In mir will ich ruh’n.
So finde ich heim.
Es gibt nichts zu tun.
Ich mag mich vollkommen,
grad’ so, wie ich bin.
Manchmal ganz versonnen.
Dann fließ’ ich dahin.
Ein Andermal wild
und brausend wie Sturm.
Zerstöre das Bild,
reiße nieder den Turm
aus alter Erfahrung,
wo es nicht gelang.
Geb’ mir neue Nahrung,
komme wieder in Gang.
Erhebe mein Herz,
lasse Leichtigkeit weh’n.
Akzeptiere den Schmerz,
wenn Wunden entsteh’n.
Durch Risse und Spalten
dringt Licht in mich ein.
Das höhere Walten
durchfährt mich als Schein.
Das göttliche Wirken,
in dem ich aufgeh’.
Neben silbrigen Birken
liegt still tiefer See.
Frija Birkenherz, 2.9.2026