Gnade

Ich sehe mich

mit meinem Geist,

oder spüre vielmehr

mein ganzes Sein

mit allem Licht und Schatten.


 

Manchmal

sehe und spüre ich nicht so klar,

bin außerstande,

meinen Werten zu folgen,

die Respekt, Mitgefühl und Achtsamkeit

jedem Menschen schenken

und auch empfangen wollen.


 

Das Miteinander

ist unsere Bühne,

ein Lernfeld,

in dem wir uns immer wieder neu

ausprobieren und wachsen.


 

Also wenn ich merke,

dass ich darin vom Weg abgekommen bin,

halte ich eine Weile inne.

Bis sich die Wogen geglättet haben,

mein Gemüt sich beruhigt,

das Ganze fühlend ergründet

und Selbsterkenntnis empfangen wurde.


 

Dann kann ich über meine Fehltritte,

wie die von anderen, schmunzeln.

Und weitergehen.


 

Frija Birkenherz, 27.8.2026

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