Spindel des Lichts

Spindel des Lichts

Verwandlung im Licht geborgen.

Fäden drehen, drehen den Kokon.

Wie eine Spindel, schwebend zwischen Erde und Rahmen.

Rahmen der Höhle,

die birgt das Gewand.

Spindel, Spindel

des wahren Lebens.

Silberne, diamantene Fäden im Licht

lassen wachsen,

was vorher war dicht.

Aufgelöst, aufgelöst im Licht.

Schwingung, Schwingung,

Engelsflügel im Gewand.

Umfangen das Lichtgewand, 

das wächst,

auf und ab, auf und ab,

zwischen Rahmen und Erde,

Erde und Rahmen.

Wie eine Leinwand

umspannt sie das Himmelszelt,

durchlichtet das Erdenfeld.

Pulsierendes Weben im Licht.

Kreist, kreist,

schwingt, schwingt,

vibriert.

Ein Wirbel, der auflöst das Dunkel.

Wahrlich ein elektrifizierender Akt

der Zerstreuung.

Partikel fliegen, sinken, steigen.

Lösen Dichte auf in Licht.

Wer webt im Hintervordergrund?

Gottes Hand

den Faden führt.

Der Zeitpunkt gewählt,

der Liebe entsprechend,

auf den Punkt.

Funke sprühe,

Funke durchlichte,

Funke berichte,

was entstehen will.

Ist ein Teppich,

ein Lichtgewebe aus Sternen so hell.

Durchströmt alle Zellen.

Aufrecht bildet es den Menschen,

der lange schon wartet

auf diesen Moment.

Licht durchdringt das Gewebe.

Der Mensch übergeht 

ins Göttliche Selbst.

Sehnsucht, Sehnsucht —

sie schwingt in allen Zellen,

ist Ausrichtung pur.

Sehnsucht nur

führt, umhüllt den Faden,

der kreist aufwärts, abwärts,

aufwärts, abwärts im Licht.

Die Spindel:

Verwandlung im Licht.

Die Verwandlung

in der Verwandlung.

Reines ätherisches Licht.

Energetisches Silber,

fließend, überquellend.

Die Erde, sie steht im Licht.

Schneller, schneller

dreht die Spindel des Aufstiegs.

Auf, ab,

auf, ab.

Gib ab, gib ab —

ruft’s hinaus ins All,

es tönt der Schall.

Der Faden feiner,

das Licht immer reiner.

In Sternenfunken explodiert,

Erdendichte

verschwindet im Nichts.

Gott spricht,

Gott spricht:

Es werde Licht.

Poetische Interpretation



 

Im Lichtgefäß deiner Seele
dreht sich die Spindel des Ursprungs,
zieht Fäden aus Silber und Atem,
webt leise an dem,
was du schon immer warst.

Zwischen Erde und Höhlenrand
steht ein unsichtbarer Webstuhl,
auf dem dein inneres Gewand
Schicht um Schicht
durchlichtet wird.

Was einst schwer war,
zerfällt in Sternenstaub,
schwingt aufwärts in Funken,
die dir vorausleuchten.



 

Ein Wirbel nimmt das Alte fort—
nicht gewaltsam,
sondern wie eine Berührung,
die sagt:
Du brauchst dies nicht mehr.

Gottes Hand,
kaum fühlbar
und doch unverkennbar,
führt den Faden dort entlang,
wo deine Sehnsucht hinweist:
dorthin,
wo dein Licht
sich selbst begegnen will.

Und aus dem feiner werdenden Gewebe
tritt nach und nach
der Mensch hervor,
der im Verborgenen
seit langer Zeit
auf seine eigene Geburt wartet.

Wenn der letzte Schatten weicht
und das letzte Gewicht fällt,
öffnet sich in dir
der älteste Funke:
der, der spricht,
wie aus der Mitte der Schöpfung selbst:
Es werde Licht.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.