Worte der lieben Dorothee

Aus Gehen wird Sein
Ich bin daheim.
Still ist mein Sein.
Ist tief.
Ist rein.
Fühlbar.
Ich bin allein.
Auf dem Weg nach Hause
windet sich der Pfad.
Ich gehe ihn entlang.

Lichtnacht
Lass fließen, strömen in die Nacht hinaus. Der Himmel leuchtet seinen Lauf, und Sterne weisen still voraus.
Offen ist das Wort, das klingt, spricht Wahrheit aus – von dem, was kommen mag.
Menschen tragen schwere Last. Wohin nur gehen? Wo soll er stehen, der Mensch, der Halt nicht findet, innen nicht mehr klar.

Das Gewand des Lichts
Ein weißes Hemd, fein gewoben,
feine Spitze, heilig wie ein Ornament gewebt.
Fließt von unten nach oben,
wie ein Tanz aus silbernen Sicheln,
Fäden, die ineinander ruhen.

Spindel des Lichts
Verwandlung im Licht geborgen.
Fäden drehen, drehen den Kokon.
Wie eine Spindel, schwebend zwischen Erde und Rahmen.

Bewusstsein erinnert sich
Bewusstsein erinnert sich, mehr ist es nicht.
Das Licht, es spricht.
Erinnere dich, Bewusstsein ist, das spricht.
In dir, in mir, überall, ist nicht getrennt.
Ist da, ganz da.
In dir, in mir, wir.

Ich füge mich dem Licht
Ein Faden —
von weit, weit her er kommt,
weiter als Lichtjahre entfernt.
So zart, hauchdünn,
ist kaum zu sehen...

Der Lichtwagen
Den Wagen hat’s,
den hat’s gezogen.
Unterirdisch, der Lichtschweif zieht.
Im Dunkeln, ganz tief in ihr,
im Mittelpunkt dort steht’s...

Heimkehr des Diamanten Erde
Es sieht die Bewegung eines Ausgleichs.
Es zieht wie ein Faden, der balanciert
und auszugleichen versucht.
Nein, kein Versuch ...

Der Weg des Lichts
Weit, weit der Weg,
den es hat beschritten,
weit der Weg,
den es hat gegangen.